Mama, was ist das da für ein gelber Fleck am Himmel?

Was bisher geschah:

Unsere beiden Helden waren in der Maremma am Strand, nachdem sie trotz Navi ein bisschen verkehrt gefahren sind, was durchaus an der @;/-#% Straßenführung in Italien liegen könnte. Endlich dann Albarese gefunden, und was viel wichtiger ist: den Zugang zu Marina di Albarese. Leute, lasste Euch von Eurem Navi (Navigon in diesem Falle) nicht erzählen, dass man da nicht hinfahren kann – stümmt nicht.

Hier der Fotobeweis: 

Interessantes für den Nerd: 

Es gibt, damit der Strand nicht überbevölkert wird, ein elektronisches System, welches den Zugang auf maximal 120 Fahrzeuge beschränkt. Man fährt in so eine Art Schleuse (eine Schranke auf, durchfahren, Autokennzeichen wird gescannt(!), nächste Schranke geht auf. 

Beim Rausfahren gibt man dann an einem Terminal sein Kennzeichen ein, das Gerät zeigt einem ein Bild von seinem Auto, man zahlt seinen Obulus (Pro Stunde 2 Euro in der Saison) und das Schleusenspiel läuft dann rückwärts. Das Terminal hatte sogar Sprachausgabe und forderte mich mit den geheimnisvollen Worten “Bitte schalten Sie jetzt Ihr Geld ein” (für alles ham se Geld, aber fürs Übersetzen Google benutzen) auf, jetzt den Park zu verlassen. Oder war es eine Aufforderung an den Großkapitalisten in mir ? Geheimnisvolles Italien …

Zurück zur Maremma. Freunde – alles was Ihr darüber gehört habt, stimmt. Wir sahen die Maremma-Rinder mit den mordslangen Hörnern , eine Gegend, die wirklich urwüchsig und wunderschön grün ist, dazu der Strand, der karibische Dimensionen hat. Das Ganze war fest in deutscher Hand (Bayern und Baden-Württemberg haben noch Ferien), aber durch die Beschränkung auf 120 Fahrzeuge auf dieses riesige Areal findet jeder sein einsames Plätzchen.

Nachdem wir uns ordentlich haben bräunen lassen, gings noch 30 km südlich zu dem auf einer Halbinsel gelegenen Porto Ecole, einem sehr schönen alten Hafen, der so an die Küstenorte in der Nähe von Ischia erinnert. Dort noch ein wenig geschlendert, Pizza für 1,50 gegessen (aha, geht also doch günstiger), irgendwelchen armen Schweinen beim Rudertraining zugesehen und dann gings nach Hause.

Kleiner Tipp für Meteorologen: Mir ist bisher keine Gegend untergekommen, in der aufgrund von Bergen, Tälern und der direkten Lage am Meer das Wetter so oft wechselt. Losgefahren bei einem wunderschönen Sonnenuntergang auf die SS1 Richtung Norden (hey, man durfte 110 fahren), auf die Sp223 über Siena dachte ich, wir fahren auf den Schicksalsberg zu und müssten dort den Ring ein für allemal vernichten, so finster und unheimlich wars. Nachts hats in Volterra dann den Sturm des Jahrhunderts gegeben. 

Wer also noch ne Diplomarbeit über Wetterphänomene raushauen muss, hier lässt sich das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden.

Kommentare sind geschlossen.